Blanka Radoczy Regie Bühne

Krieg und Krieg

Nach dem gleichnamigen Roman von László Krasznahorkai

Theaterakademie August Everding, 2015 / 2016

 

Regie: Blanka Rádóczy

Bühne: Lucas Gross

Kostüme: Claudia Irro

Dramaturgie: Anna Gojer

 

Mit Christoph von Friedl, Vanessa Eckart, Daniel Holzberg, Johannes Osenberg, Klaus Steinbacher

 

Der ungarische Archivar Korin bemerkt, dass seit einer betrüblichen Wendung des Schicksals etwas mit seinem Kopf nicht stimmt. Die Erkenntnis, dass alles Edle und Erhabene kampflos aus der Welt gewichen sei, führt aus Korins Sicht zur irreparablen Schädigung der Verbindung zwischen seinem Schädel und dem Rückgrat und somit unvermeidlich zum Verlust des Kopfes. Verbittert über den Zustand der Welt, beschließt Korin, seinem Leben ein Ende zu setzen. Zufällig findet er im Archiv ein außergewöhnliches, herrenloses Manuskript - ein "die ganze Welt berührendes, bestürzendes und erschütterndes" Material. Diese herzergreifende Erzählung aus dem Archiv in die Gegenwart hinüberzuretten, wird zu seiner letzten Aufgabe.

 

"Sie haben die Erde verdorben, und da sie in heimtückischem Kampf alles erwarben, verdarben sie auch alles, denn was sie anrührten, und sie rührten alles an, das verdarben sie, und so ging es bis zum vollen Sieg, anrühren, damit verderben und so erwerben, oder anrühren, erwerben und so verderben, so war es Hunderte von Jahren, aber freilich nur auf eine Weise, denn der vollständige und vollkommene Sieg setzte natürlich voraus, daß sich der Gegner, also alles Edle, Treffliche und Großartige, innerer Gründe wegen von vornherein auf keinen Kampf einließ, es gab nur das plötzliche Verschwinden der einen Seite, nämlich der Edlen, Trefflichen und Großartigen."

(Krieg und Krieg, László Krasznahorkai)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Bilder © Regine Heiland