Blanka Radoczy Regie Bühne

Manaraga - Das Tagebuch eines Meisterkochs

Uraufführung

Vladimir Sorokin

AUS DEM RUSSISCHEN VON ANDREAS TRETNER

Eine Gemeinschaftsproduktion von Schauspielhaus Graz & steirischer herbst ’19

Schauspielhaus Graz

 

Regie und Bühne: Blanka Rádóczy

Kostüme und Bühne: Marie-Luce Theis

Musik: Florentin Berger - Monit, Johannes Wernicke

Dramaturgie: Dominik Müller, Martin Baasch

 

Mit  Matthias Lodd und Lukas Walcher

 

In der Zukunft gibt es kaum noch Bücher. Die meisten sind während des dritten Weltkriegs als Heizmaterial verbrannt worden oder danach der vollständigen Digitalisierung zum Opfer gefallen. Rund um die letzten Bücher ist eine illegale Spitzengastronomie entstanden, bei der Vermögende auf Werken der Weltliteratur erlesene Speisen grillen lassen. Dieser feierliche Vorgang heißt „Lesung“ und wird von verwegenen Männern ausgeführt, die zu einer verschwiegenen Gilde gehören. Zum Beispiel von dem Ungarn Geza, der um die halbe Welt jettet, um für alte Adelige, neureiche Geschäftsleute und halbseidene Kriminelle Kobe-Beef auf einer Erstausgabe von Dostojewski, Ribeye-Steak auf Gogols „Toten Seelen“ oder auch Möhrenbratlinge auf Ergüssen im Stile Tolstois zu grillen.

Der komplexe Grillvorgang erfordert jahrelange Erfahrung. Ganze Bücher brennen bekanntlich schlecht, also werden sie kunstvoll mit Hilfe eines kleinen „Excaliburs“ Seite um Seite in die Flammen geblättert. Der Berufsverband der Book’n’Griller sorgt dafür, dass die Regeln der Zunft befolgt werden, notfalls mit Gewalt. Und so erhält Geza einen Auftrag, der ihn zum Berg Manaraga im Ural führt; eine Mission, die sein Leben umkrempelt und die Welt der Book’n’Griller auf den Kopf stellt ...

 

PRESSESPIEGEL "MANARAGA"

 

"Die Inszenierung von Blanka Rádóczy ist völlig uneitel, kommt mit wenig Utensilien aus. Fast denkt man mehr an pfiffiges Storytelling denn an Theater. Mit Fingerschnipsen starten und beenden die beiden Schauspieler die Szenen, es bleibt viel Raum für Imagination."

nachtkritik.de

 

"Blanka Ràdoczy wählt für die Dramatisierung des Romans aber einen dezidiert unkulinarischen Zugang:

Die Küche in Form einer großen Leuerschale bleibt kalt, das um eine Tafel gruppierte Publikum ungefüttert.

Die Gaumenkitzel sind hier rein akustischer Natur. Macht aber nichts: Das pointierte Spiel von Mathias Lodd und Lukas Walcher bietet Genuss genug."

Kleine Zeitung Graz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Alle Bilder © Johanna Lamprecht