Blanka Radoczy Regie Bühne

Blanka Rádóczy wurde in Pécs in Ungarn geboren und wuchs in Ungarn und der Schweiz auf. Nach dem Abitur in Basel besuchte sie den einjährigen Vorkurs der Schule für Gestaltung, darauf folgte eine Jahreshospitanz im Bereich Bühnenbild am Theater Basel.

Anschließend studierte sie an der Universität für angewandte Kunst Wien in der Klasse für Bühnen und Filmgestaltung. Während und nach dem Studium arbeitete sie in zahlreichen Produktionen als freischaffende Bühnenbildassistentin von Anna Viebrock u. a. am Theater Basel, bei den Wiener Festwochen, an der Volksbühne Berlin und im Schauspielhaus Hamburg, am Schauspiel Köln.

Als Diplomarbeit drehte sie ihren ersten Animationsfilm, weitere filmische Arbeiten folgten.

Nach dem Abschluss des Studiums folgten drei Jahre selbständige Berufstätigkeit im Bereich Bühnen- und Kostümbild, u. a. am Theater Osnabrück, Theater Heidelberg, in der Garage X in Wien und in der Kaserne Basel.

Seit Sommersemester 2014 studiert sie Regie für Schauspiel und Musiktheater an der Theaterakademie August Everding unter der Leitung von Sebastian Baumgarten.

Im Rahmen des Studiums entstanden bereits mehrere Inszenierungen: Dekalog VI nach dem gleichnamigen Film von Kristof Kieslowski im Akademie Studio wozu sie auch das Bühnenbild entwarf, Krieg und Krieg nach dem gleichnamigen Roman von dem ungarischen Autor László Krasznahorkai in der Reaktorhalle in München, Phone Call to Hades ein Musiktheater - Projekt (Komposition: Cathy van Eck) im öffentlichen Raum, welches im Rahmen der Münchener Biennale 2016 uraufgeführt wurde, die Bachelorinszenierung TEOREMA nach Motiven von P. P. Pasolini. Im Rahmen einer Kooperation mit dem ETA Hoffmann Theater in Bamberg Das Interview nach dem gleichnamigen Film von Theo van Gogh. Ihre letzte Premiere Golem schläft (UA) fand in der Theaterakademie August Everding im März 2017 statt.

Mit TEOREMA wurde sie zum Körber Studio Junge Regie eingeladen, gewann dort den Publikumspreis und wurde in der Theater heute-Kritikerumfrage als beste Nachwuchsregisseurin genannt.

Bei der Uraufführung der Oper (Komposition: Patrick Schäfer) Letzte Nacht, welche am 18. Juni 2017 in Augsburg Premiere hatte, führte sie Co - Regie, in Zusammenarbeit mit Maike Bouschen.

Im Juni 2017 tourte Phone Call to Hades in Belgien Queen Elisabeth La Chapelle), in Luxemburg (Les Théâtres de la Ville de Luxembourg) oder in Aix-en-Provence (Festival d’Aix-en-Provence).

Ihre Abschlussinszenierung Würgen des Fasans. Mache, dass ich zu  dir sprechen kann. feierte im Oktober 2017 in München in der Reaktorhalle Premiere. Im Dezember 2017 inszenierte sie das szenisches Konzert Hölderlin im Rahmen des adevantgarde Festivals.