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​Ein gewöhnlicher Freitag im Leben einer jungen Frau. Wir begleiten sie beim Aufstehen, Zähneputzen, in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, im Gespräch mit Kolleg:innen und ihrem Partner. So banal ihr Alltag auch ist, etwas stimmt einfach nicht. Nach und nach werden die Nachwirkungen eines sexuellen Übergriffs deutlich – und der titelgebende Kratzer ist nicht klein, so sehr sie auch versucht, ihn zu ignorieren. In einem schnellen Fluss aus Gedanken und Handlungen treibt ein verletzter, aber nicht ohnmächtiger Mensch. Regisseurin Blanka Rádóczy und Schauspielstudierende des dritten Jahrgangs der MUK leihen diesem Schicksal ihre Stimme. Eine gewaltvolle Erfahrung findet zur Sprache.

Regie: Blanka Rádóczy

Bühne und Kostüme: Andrea Simeon

Musik: Konstantin Sieghart

Dramaturgie: Melina Papoulia

Regieassistenz: Marina Margo

Regie- Ausstattungshospitanz: Elisa Toni

MIT Josefine Merle Häcker/Lukas Hagenauer/Niels Hering/Annalena Hochgruber/Etienne Lestrange/Justus Pegler/Elisa Perlick/Leonie Rabl

"Sie singen, sprechen mal im Chor, dann wieder übernimmt ein einzelner die Rolle der Hauptdarstellerin. Ansatzweise könnte man das als Traumabewältigungs-Musical bezeichnen. Das überraschend gut funktioniert. (...)

Jeder Darsteller, jede Darstellerin überzeugt, ist eine mal tapfer-trotzige, mal verletzlichen Facette dieser jungen Frau, die sich einfach nicht unterkriegen lassen will. (…) Die Vielstimmigkeit ergibt auch inhaltlich Sinn: Denn das Leiden soll den Alltag nicht bestimmen…"

 

Diese scheinbare Idylle macht das Geschehene umso schmerzhafter. Sehr, sehr sehenswert!

Kurier, 20.04.2026
 
"Ein ungewöhnlicher, spannend erzählter Theaterabend."
ORF Zeit im Bild, 19.04.2026

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